Tansania Kagera

Schwester Erika Bhanji

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Aktuelles

10 Jahre "Hirsebrei"- ein Rückblick

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Erika Bhanji

59494 Soest-Ampen

Lippestraße 8

Tel.: 0.29.21-6 16 79

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10 Jahre “Hirsebrei”

Ein Rückblick

Liebe Freunde,

Nach 10 Jahren ist es- so glaube ich- Zeit, Bilanz zu ziehen und Sie daran teilhaben zu lassen.

Welche Ziele hatte ich, als ich 1999 meinen Einsatz in Bukoba begann und warum spreche ich seit damals stets von „unseren“ Zielen?

Für mich stellte sich schon nach sehr kurzer Zeit heraus, dass ich ohne den Einsatz sehr vieler Menschen „meine Ziele“ gar nicht erreichen konnte.

Ich brauchte:

die Afrikaner, ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft,

· Hilfe anzunehmen,

· Neues zu erlernen und zu verinnerlichen und

· Eigeninitiative zu ergreifen.

Ich brauchte ferner:

die vielen Menschen daheim, ihr Vertrauen und

· ihr Ohr für die Probleme der afrikanischen Menschen,

· ihr Herz, mit dem sie das Elend sahen, denn „man sieht nur mit dem Herzen gut“ und

· ihre ideelle und finanzielle Unterstützung.

Also spreche ich nur noch von „unseren Zielen“

Oberstes Ziel war und ist die Bildung sowohl der Erwachsenen als auch der Kinder. Bildung geschieht täglich und überall. Es bedarf jedoch vieler kleiner Schritte, um dieses Ziel zu erreichen.

In der Zeit zwischen 1975, dem Jahr, in dem ich Afrika verließ, und 1999, dem Jahr, in dem ich zurückkehrte, war viel in Afrika passiert: Der Klimawandel brachte große Dürreperioden und übergroße Regenzeiten. Hinzu kam der Ausbruch der Krankheit AIDS. Vor allem dieser Krankheit standen die Afrikaner völlig hilflos gegenüber: Menschen magerten ab und starben nach kurzer Zeit. Aufgrund der fehlenden Babynahrung starben auch die Babys, deren Mütter bereits gestorben waren, relativ schnell. Ihre Todesursache war nicht in erster Linie AIDS sondern Fehlernährung und Hunger.

So fand ich 1999 in den 5 Dörfern 350 Vollwaisen vor. Sie wurden von ihren Großeltern- so diese noch lebten- sowie Nachbarn mehr schlecht als recht ernährt.

Kein Wunder also, dass mich 1999 der katastrophale gesundheitliche Zustand der Kinder : kreisrunder Haarausfall, extreme Hautprobleme, alles auf Fehl- bzw. Mangelernährung zurückzuführen, erschreckte.

Ich konnte mich bei meiner Arbeit auf ein unbegrenztes Vertrauen der Afrikaner verlassen. Sie kannten mich und ich hatte viele, der mittlerweile an AIDS gestorbenen Eltern als Säuglinge betreut. Und so ließen sie sich auf Neues ein und lernten.

Heute schult man Mentoren, sorgt dafür, dass AIDS-Kranke Begleitungen haben, weiß um die gesunde Ernährung von Kranken und weiß auch, dass die Säuglinge nur bis zu einem Alter von 6 Monaten gestillt werden sollten, denn bei einer längeren Stillzeit wird die Krankheit durch die Muttermilch übertragen.

Damals fiel mir bei den Überlegungen, wie man die Ernährung der Kinder verbessern könne die Hirse ein. Sie enthält- mit Ausnahme von Vitamin B- alle erforderlichen Vitamine und Mineralstoffe. Das fehlende Fett wird in der Mahlzeit durch Erdnüsse ersetzt.

Jedes Kindergartenkind erhielt täglich 1 Tasse (1/2 Liter) Hirsebrei. Die Kosten betrugen pro Kind pro Jahr 15,00 DM.

Ich begann mit der Betreuung von 100 Kindern. (1 Kindergarten) Heute versorgen wir die Kinder von 7 Kindergärten.

In Afrika lernen die Kinder im Kindergarten das Lesen und Schreiben und wechseln danach in die Schule, Die Kinder wollten aber nicht mehr zur Schule wechseln, weil sie wussten, „da gibt es keinen Hirsebrei“. Also weitete ich die Hirsebreiaktion auf vier Grundschulen aus, mit dem Vorsatz pro Jahr eine weitere Klasse zu versorgen. Das klappte nicht, denn die Geschwisterkinder wollten alle vom Hirsebrei kosten und so teilten sich mehrere Kinder eine Tasse Brei- und niemand wurde wirklich satt.

Folglich waren wir gezwungen, zumindest die ersten vier Klassen in vier Schulen zu versorgen. Und so kam eine Lawine ins Rollen, denn plötzlich mussten 3000 Becher und viele große Töpfe gekauft werden. Wie sollten wir das bezahlen?

Es klappte, weil Sie alle halfen! Wir brauchten keine Nahrung aus Deutschland!

Für mich: ein Wunder!

Heute versorgen wir 4 Schulen und 7 Kindergärten. 3 Kindergarten sind jeweils an je eine Schule angebunden. Wir haben 6 Küchen gebaut, in denen die Hirsemahlzeit zubereitet wird. Wir haben 6 Hütten gebaut. Die Kinder sitzen also bei den Mahlzeiten nicht mehr im Staub, sondern in sauberen Hütten.

Das Hautproblem stellte für uns eine weitere Herausforderung dar. Dank des 40 – Medikamentenbaumes Neem/Niem konnten wir alle Hauterkrankungen, selbst den Pilzbefall lindern. Wir brauchten keine Medikamente aus Deutschland!

Wenn man die Pflege der Kinder auf Dauer gewährleisten will, muss man die Mütter schulen.

Damals waren die immungeschwächten Kinder extrem anfällig für Malaria. Da die Eltern kein Geld hatten, eine ausheilende Behandlung zu bezahlen, starben viele Kinder. Der Artemisiastrauch (Beifuß) war unsere Rettung.

Wir kauften 2004 ein Areal, friedeten es ein, machten es urbar, bauten ein Schulungszentrum und pflanzten Artemisiasträucher. Unser Garten Eden war entstanden.

Bereits 2006 ernteten wir den ersten Tee- insgesamt 5 kg.

Heute ernten wir 10-15 kg

Durch die Versorgung der Familien mit Artemisiatee sparen die Menschen jährlich 50 bis 100 € für die Behandlung von Malaria.

An Malaria erkrankte Menschen leiden unter heftigen Kopfschmerzen und Durchfällen. Seitdem die Kranken regelmäßig Artemisiatee trinken, brauchen sie keine Aspirin-Tabletten gegen Kopfschmerzen mehr einzunehmen und auch die Durchfälle sind weniger heftig. Ferner stellte man bei Blutuntersuchungen fest, dass die Erkrankten nicht mehr wie sonst unter massiver Blutarmut litten.

Das brachte uns auf die Idee, auch die immungeschwächten Aidskranken diesen Tee trinken zu lassen. Ich erzähle gern von einem Ehepaar: Mann und Frau waren beide an Aids erkrankt und konnten ihre 5 Kinder nicht mehr versorgen. Wir gaben ihnen den Tee und jeder der beiden trank täglich 1 Liter Artemisiatee. Nach vier Wochen meldete sich das Ehepaar bei Dora, teilte ihr mit, dass es sich wesentlich besser fühle und bat um weiteren Tee. Natürlich erhielten sie ihn. Nach weiteren 3 Monaten waren sie wieder selbst in der Lage, ihre 5 Kinder zu versorgen.

Das hat vielen Menschen in den Dörfern Mut gemacht, den Tee zu trinken. Heute pflanzen viele Familien die Artemisiabüsche selber in ihren Bananenhainen an und stellen ihren Tee her. Übrigens wird dies von der Regierung sehr unterstützt.

Die Schulungen im Anbau der Artemisiapflanze, ihrer Pflege, ihrer Ernte und im Herstellen des Tees erfolgen im Zentrum. Die ersten Schulungen erhielten von mir ausgewählte Teilnehmer, die ich zu einem einwöchigen Seminar zu Dr. Hirt nach Musoma schickte. Insgesamt schickte ich in der Zeit von 2004 bis 2007 3mal je 2 Personen zur Ausbildung. Alle gaben und geben ihr Wissen ehrenamtlich im Zentrum weiter. Das zeigt, dass unser Schulungszentrum eine große Bedeutung hat. Im Gegensatz dazu geben die von einige Pfarreien zur Schulung in Musoma geschickten Vertreter ihr Wissen nicht weiter geben.

Im Garten Eden wächst aber nicht nur Artemisia.

Man weiß, dass HIV- angesteckte Menschen, wenn sie ausgewogen ernährt werden, eine höhere und bessere Lebenserwartung haben. Nicht nur aus diesem Grund bauen wir Gemüse an. Das Motto der Regierung „Majani, Majani“ „Gemüse, Gemüse“ wird von uns also umgesetzt.

Zunächst waren die Menschen skeptisch: „Bei uns wachsen nur Spinat und Buschbohnen“. Der Ziegenmist jedoch bewirkt, dass in unserem Garten Eden jetzt Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Karotten und Kaps prächtig gedeihen. Die Freude der Menschen darüber ist unbeschreiblich. Sie können 2 bis 3 mal im Jahr große Mengen Gemüse ernten und sind heute in der Lage, mithilfe von Solar das Gemüse einzukochen und/oder zu trocknen. Auf diese Weise verfügen sie auch im Winter über reichlich Gemüse.

In den Jahren 2003 und 2004 hatte ich von Deutschland viele Tretnähmaschinen und auch einige elektrische Nähmaschinen nach Tansania geschickt. Ich erinnerte mich an die Aussage von Prof. Kairuki: „Erika, hier wird nicht verschenkt.“ So entstand eine Nähschule. Dora unterrichtet- zusammen mit einen Schneider- 3 mal wöchentlich von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr interessierte Frauen im Nähen.

Schnell entschloss man sich, für die Kinder „Uniformen“ zu nähen. Wollte ein Frau eine Nähmaschine erwerben, musste sie als „Bezahlung“ 100 Kinderuniformen nähen.

10 Frauen wünschten sich, eigene Nähmaschine zu haben. Der Tag, an dem die Maschinen an ihre neuen Besitzerinnen übergeben wurden, wurde zum Feiertag gemacht. Stolze Ehemänner fuhren die Nähmaschinen auf ihren Fahrrädern heim. Nach einem Jahr freuten sich 1000 Kinder über ihre neue Kleidung. Der Stoff wurde von uns gekauft,den Nählohn mussten die Eltern entrichten. Er ging an das Zentrum. Von ihm wurde der Schneider bezahlt.

Auch dieses Projekt wurde ein Selbstläufer, denn heute bringt jede der Frauen, die bereits nähen können, einer anderen das Nähen bei. Die Frauen arbeiten miteinander und auch füreinander. Eine gute Näherin näht z. B. einer anderen, deren Stärke das Nähen nicht ist, die Kleider und diese bezahlt dann z. B. mit Gemüse.

Jedes Jahr kommt eine Gruppe von 30 bis 40 Frauen ins Zentrum , um in Gartenarbeit und Nähen geschult zu werden. Seit 2009 versuchen die Frauen auch auf AIDA-Stoff zu sticken. Da wir viele kleine Stoffstücke haben, können wir schnell herausfinden, wie weit die Fähigkeiten der Frauen im Handarbeiten sind- viele haben noch nie einen Faden in eine Nadel gefädelt- und entsprechend differenziert mit ihnen arbeiten.

Weil sie das Problem, die Babys gesund zu ernähren, kannten, schlugen mir Freunde 2004 vor, Milchziegen anzuschaffen. Das wiederum zog ein weiteres Ziel, nämlich die Herstellung von Joghurt und Ziegenkäse einige Jahre später, nach sich.

Die Anschaffung von Ziegen gestaltete sich als nicht so einfach. Vor allem bedurfte es – neben Zeit, Geld und Kraft- der Überzeugungsarbeit. Die Frauen wollten Kühe anschaffen. Kühe sind in Afrika ein Prestigeobjekt. Ich konnte den Frauen jedoch vorrechnen, dass die Anschaffung von Ziegen besser sei, denn:

  • eine Ziege gibt 6-8 Monate im Jahr Milch, eine Kuh nach dem Kalben nur 3 Monate,
  • eine Ziege braucht nur alle 3 Monate eine Wurmkur und die dafür erforderliche Tablette kostete 10 Cent, während eine Kuh wöchentlich Medikamente und monatliche Impfungen benötigt.

Endlich waren die Frauen überzeugt. Im Februar 2004 erklärte sich die Regierung bereit, uns 30 Ziegen und 5 Böcke aus Uganda zu holen. Bei den Ziegen handelte es sich um eine Kreuzung von Sanaa- und Nubier-Ziegen. Einer ihrer Vorteile war das häufige Vorkommen von Zwillingsgeburten dieser Rasse.

Bis zur Ankunft der Ziegen jedoch musste jede Frau, die eine Ziege erwerben wollte, den „Ziegenführerschein“ machen. Das heißt, die Frauen mussten die Pflege und den Umgang mit den Tieren erlernen. Währenddessen lernten die Männer, wie man die Ställe baut. Es entstanden nicht unerhebliche Unkosten: Für das Material pro Stall wurden 25€, für das Seminar 10€ pro Person und für den Erwerb einer Ziege 60€ veranschlagt. Diese 60 € erhielten die Besitzer als Darlehen. Um es zurückzuzahlen, mussten sie 200 Liter Milch an die Kindergärten und das erstgeborene Zicklein an eine nächste ausgebildete Person geben.

Alle Ziegenbesitzer wurden von der Regierung und der Kirche registriert. Somit wollte man verhindern, dass Ziegen heimlich verkauft und als „verendet“ gemeldet wurden. Jede verendete Ziege wurde in Bukoba von einem Veterinär untersucht. Nur wer sein totes Tier vorweisen konnte, erhielt eine neue Ziege.

Heute werden alle Ziegenseminare von unseren eigenen Experten ehrenamtlich geleitet. Wir sparen also das Geld, mit dem wir sonst externe Experten bezahlen mussten.

2009 besitzen 200 Familien insgesamt 300 Ziegen. Das bedeutet, dass 2000 Menschen von der Ziegenmilch profitieren. Die Menschen haben auch gelernt, den Ziegenmist zu kompostieren und mit großem Erfolg beim Anbau von Gemüse- auch im Bananenhain- zu nutzen. Gern wird der Mist auch- pro Eimer für 3,50 €- verkauft.

2007 dann gingen wir unser nächstes Etappenziel- das Herstellen von Joghurt und Käse- an. Ich hatte mich bei einem Senner in der Schweiz kundig gemacht und wusste nun wie aus Rohmilch Käse und Joghurt werden kann. Joghurtbecher, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte, wurden mit der geimpften Milch gefüllt und in einen Topf mit heißem Wasser gestellt. Nach 12 Stunden war der Joghurt fertig. Meine Frauen staunten sehr.

2008 : Wir hatten inzwischen eine Käseküche gebaut, Käsewannen, Töpfe, Siebe und Tücher gekauft und aus Bettlaken die entsprechende Kleidung genäht. Da wir Rohmilch verarbeiteten, war größtmögliche Sauberkeit gefordert. Das Herstellen von Weichkäse dauert etwa zweimal mal 24 h. Wieder hatten die Frauen Fragezeichen in ihren Augen und wieder war die Freude über das Ergebnis riesengroß.

Das Probieren der Molke wurde geradezu zu einem großen Fest. So etwas Leckeres hatte man noch nie getrunken.

Natürlich probierten die Frauen auch den Käse. Obwohl auch er ihnen gut schmeckte, ziehen sie zurzeit jedoch die Ziegenmilch dem Käse vor. Den wollen sie erst dann regelmäßig herstellen, wenn sie über einen ausreichenden Milchüberschuss verfügen. Das ist auch gut so!

Immer wieder war mir aufgefallen- und es hatte mich immer wieder geärgert- dass die Frauen Unmengen von Zitronen verfaulen ließen. Sie wussten mit diesen Früchten nichts anzufangen. Also lehrte ich sie die Herstellung von Zitronensaft und- weil ich wusste, dass die Kerne aufgekocht den Gelierprozess in Gang setzen- auch die Herstellung von Zitronengelee. Die Überraschung der Frauen war unbeschreiblich. Sogar Joas hatte nicht an den Erfolg dieses „Experimentes“ glauben wollen.

In unserem Garten Eden gedeiht aber auch der rote Hibiskus. Normalerweise wird er in Tansania getrocknet und als Tee aufgegossen. Allerdings trinkt man nur „Chai“ – schwarzen Tee. Ich erinnerte mich daran, dass man aus frischen Rosea- Blüten Sirup herstellen kann. Also kochten wir die Blätter auf, gossen den Sud durch ein Sieb und kochten ihn dann noch einmal mit Zucker (1 l Sud-500g Zucker) auf. Nun wurde alles in Gläser abgefüllt und wir hatten herrliche Sirup. Wenn man die Menge von einem Marmeladenglas Sirup mit 2 Litern Wasser mischte, erhielt man ein köstliches Erfrischungsgetränk. Allein die Farbe lockte Kunden an. Heute stellen die Frauen viel Sirup her und verkaufen 1 Glas für ca. 1,60€ 60 Cent davon gehen ans Zentrum, um wieder Zucker zu kaufen. Die Frauen verdienen also pro verkauftem Glas 1 €. Mich freut es, dass alle Gläser gespült wieder ins Zentrum gebracht werden.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Rosea-Tee und Rosea-Saft die Bildung von roten Blutkörperchen fördern. Deshalb stellen wir jetzt immer Sirup und Saft her.

Für all diese Arbeit braucht man keimfreies Wasser. Die Frauen haben gelernt, sauberes Wasser in Plastikflaschen zu füllen. Danach stellen sie diese in die Sonne. Nach zwei bis drei Stunden ist das Wasser keimfrei.

Während all dieser Arbeiten kamen wir auf den Gedanken, auch aus Avocados Saft herzustellen. Wir pürierten sie, fügten Zitronensaft und Wasser hinzu und erhielten einen köstlichen und nahrhaften Saft.

2007 begann unser Versuch, mithilfe von Solarboxen zu kochen. Da das System ULOC/Basel noch nicht ausgereift war und wir nur über das Know-how von Dr. Hirt verfügten, das er uns in seinen Seminaren in Massoma vermittelt hatte, klappte das Kochen nicht auf Anhieb.

Das in Afrika gekaufte Blech war ungeeignet, weil es die Hitze nicht weiterleitete. Ferner fehlten uns schwarze Alu-Töpfe. Im Internet entdeckte ich dann ULOC/Freiburg, einen Ableger von Basel. Hier besuchte ich Herrn Behringer und informierte mich ausführlich über das Kochen in Solarboxen. Herr Behringer machte mir Mut. Die Offset-Platten des Soester Anzeigers und die schwarzen Alutöpfe brachten den ersehnten Erfolg. Schon nach einer Stunde in der Sonne, zeigte das Thermometer in der Solarbox 150° an. Sie können sich denken, wie schnell aller Frust verflog.

Nun lernten die Frauen den Umgang mit den Solarboxen. Für sie war es fast ein Wunder, dass sie mithilfe ihrer Sonne alles, was sie anbauten, in der Box sowohl garen und einkochen als auch trocknen konnten.

Heute werden nach Bestellung wöchentlich drei bis vier Solarboxen fertiggestellt.

Während all dieser Jahre entstanden „nebenbei“ Tische und Bänke für die Schule. Vier Container brachten Tornister und Schulmaterialien sowie Tische und Stühle für die Kindergärten. Heute muss kein Kind mehr auf dem Fußboden sitzen. Großzügige Spenden verhalfen uns dazu, in den letzten zwei Jahren Schulbücher zu kaufen.

All Ihr gespendetes Geld ist ausschließlich für diese vorgestellten Projekte verwandt worden. Dabei sind keine Verwaltungsgebühren entstanden.

Die Hilfe zur Selbsthilfe zeigt überall Früchte. Das kann ich ihnen an folgendem Beispiel erläutern: In 2010 zahlen die Eltern an 3 Tagen pro Woche die Schulspeisung selbst. Die verbliebenen 2 Tage werden von uns finanziert.

Was 2011 sein wird, weiß ich noch nicht.

ICH DANKE IHNEN HERZLICH FÜR IHRE TREUE!

BLEIBEN SIE „UNSEREN“ AFRIKANERN VERBUNDEN!

Herzlichst grüßt Sie Ihre

Erika Bhanji

 

 

Rundbrief 2009/2

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Erika Bhanji

Tel.: 02921-61679

Ampen, im September 2009

Liebe Freundinnen und Freunde,

dieses Mal bin ich von München über Dubai nach Uganda geflogen. Ich wurde wieder von einem Filmteam begleitet. Das diese Anreise allerdings 4 Tage dauern würde, war mir vorher nicht klar. Unser AIR Cargo kam erst 24 Stunden später an. So waren wir gezwungen, in Entebbe zu übernachten. Da wir unser Gepäck erst am Nachmittag ausgehändigt bekamen, mussten wir eine weitere Nacht in Uganda verbringen, da die Grenzen nach Tansania bereits um 20.00 Uhr schließen. Da es uns wichtig war, die Materialien für die Solarkocher und Solarlampen zollfrei nach Tansania einführen zu können, mussten wir am nächsten Tag wieder 10 Std. am Zollamt warten. Gegen 22.00 Uhr kamen wir dann endlich völlig erschlagen und entnervt in Ntoma an. Die Begrüßung durch meine afrikanischen Geschwister entschädigte uns für die lange Anreise. Dora hatte mit einigen Frauen gekocht. Das Brot lag frisch gebacken auf dem Tisch. 3-4 Tage habe ich zum regenerieren gebraucht.

 

Meine ersten Entdeckungen waren, dass das gesamte Areal beackert und bepflanz war. Außer Artimesia stand der rote Hibiskus, grüne Paprika, Zwiebeln, Karotten, verschiedene Sorten Spinat und Weißkohl zum ernten bereit. Säckeweise konnte das Erntegut verkauft werden. Die gute Ernte ist dem guten Ziegenmist zu verdanken. Die gute Ergebnis der Ernte führte auch dazu, dass die Frauen jetzt täglich frisches Gemüse für die gesamte Familie zubereiten. Die Erfahrung, dass auch in Ntoma Zwiebeln wachsen und nicht nur im Hochland von Karagwe erfreute mich ganz besonders. Der Garten Eden entspricht jetzt genau meinen Vorstellungen.

 

Das zweite High light waren die 50 Solarlampen mit Radios. Nachdem ich mich gut erholt hatte, haben wir die Lampen ausgepackt. Kaijage, unser Nachtwächter war ein gelehriger Schüler, denn er konnte nach kurzer Anleitung die Lampen selbständig zusammen bauen. Nun brennen die Lampen in 50 Hütten und bringen ein wunderbares Licht. Mit „Gisa kwaheri – Jua karibu“ d.h.: Finsternis adé, willkommen das Licht! brachten die Frauen ihre Freude zu Ausdruck.

 

Mit der gleichen Freude wurden die Solar-Boxen nach Ulog, Freiburg aufgenommen. Nachdem wir noch 300 kg Baumwolle - 0,30 € je Kilo -, 5 Sperrholzplatten je 2,50 x 1,20 mtr. -10,00 € je Platte-, dazu die Doppelglasscheibe, die je Ofen 10,00 € kostet und den dazu passenden Rahmen für je 5,00 €, beschafft hatten, konnte mit dem Bau der Öfen begonnen werden. Die erforderlichen Schaniere sowie Handtacker und Klammern hatte ich von Soest mitgenommen. Nachdem 4 Öfen fertig waren und insgesamt zwölf Frauen einen entsprechenden Kochkurs für Solar-Öfen absolviert hatten, konnten die ersten Mahlzeiten zubereitet werden. Alle waren – genau wie ich – begeistert von dem Ergebnis. Morgens um 8.00 Uhr wurden in jeden Ofen 2 Töpfe mit Wasser gestellt. Bereits um 10.00 Uhr zeigte das angebrachte Thermometer 120 – 130 °. Hier war es ein leichtes, Reis, Maismehl, die eingeweichten Bohnen, Süßkartoffeln und Kochbananen in dem heißen Wasser zu garen. Während der Kochzeit von ca. 2 – 2,5 Std. hatte ich die Möglichkeit, die Frauen zu unterrichten. Der Sonne entsprechend musste der Ofen ca. jede halbe Stunde dem Sonnenstand nach ausgerichtet werden. Selbst der Maisbrei, der eigentlich sehr viel Arbeit macht, da er mit der Zubereitung unseres Brandteiges vergleichbar ist, wurde ohne rühren gar. Bisquitteig in Muffin- und kleinen Backformen gelang ebenfalls vorzüglich. Selbst Erdnüsse waren bei ca. 120° - 140 ° nach ca. 3 Stunden geröstet. Allerdings mussten sie auf Backpapier gelegt werden.

Durch die größte Hitze von 13.00 – 16.00 Uhr ist es den Frauen möglich, neben dem Mittagessen auch das Abendessen im Solar-Ofen zuzubereiten. Die Frauen freuten sich über die Erfahrung, dass die afrikanische Sonne eine so große Kraft hat, die Mahlzeiten auf diese Art und Weise zu garen.

Mein Ziel, die Männer mit einzubeziehen, habe ich erreicht. Denn unsere Schreiner sind bereit, den Männern den Solar-Ofen- Bausatz zu erklären, damit sie verstehen, wie ein solcher Ofen durch die Sonneneinstrahlung funktioniert. Sie wollen den Ofen gern für ihre Familie kaufen, denn dadurch sparen sie täglich 1,00 € für Brennholz.

Leider mussten wir feststellen, dass die chinesischen Aluminiumtöpfe mit Deckel, die wir noch schwarz anmalen mussten, nicht geeignet sind, da die vorhandenen Kunststoffgriffe während des Kochvorgangs abfielen. Deshalb ist die Anschaffung neuer schwarzer Aluminiumtöpfe mit Glasdeckel erforderlich. Ein Satz Töpfe, bestehend aus 3 Töpfen in verschiedenen Größen kostet ca. 30,00 €. Des weiteren benötigen wir dringend Topflappen aus Baumwolle.

 

Ausbilden und anlernen der Frauen für den Umgang mit den Solar-Öfen hat sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch genommen. So stand die geplante Zeit für das Handarbeiten nicht mehr zur Verfügung. Dieses Vorhaben wird bei meinem Besuch im nächsten Jahr als erstes aufgenommen.

 

Eine ganz besondere Freude war für mich, meinen Freund Peter Schmidt aus Amerika, den ich während meiner Tätigkeit als Hebamme in Kashsha in den Jahren 1968 – 1970 kennen gelernt habe, wieder zu treffen. Er war damals Student der Geologie und Ethnologie und lebte mit seiner Frau und seinem damals einjährigen Sohn in meiner Nachbarschaft im Dorf von Kashsha. Er war beteiligt an den Ausgrabungen des Schmelzofens unterhalb von Ntoma am Victoriasee, wo bereits vor ca. 2000 Jahren Eisenerz bei sehr hohen Temperaturen von ca. 2000 ° geschmolzen wurde.

 

Zu meiner großen Freude wird er im nächsten Jahr für mehrere Monate in Ntoma wohnen. So werde ich ihn und seine Frau bei meinem nächsten Besuch in Afrika wieder treffen.

 

In eigener Sache:

Im „Zeitalter der Technik“ haben mittlerweile viele Menschen einen Internet-Anschluß. Sollten Sie auch darüber verfügen, bitte ich Sie, mir Ihre E-Mail Anschrift mitzuteilen, damit Sie Ihren Info-Brief schneller erhalten und die Portokosten dadurch wegfallen.

 

Ich danke Ihnen an dieser Stelle für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen alles Gute.

 

 

Mit dankbaren und freundlichen Grüßen

Ihre

 

 

 

 

Erika Bhanji

 

Spendenkonto: Sparkasse Soest, Konto: 50556729 – BLZ: 414 500 75

 

Rundbrief 2009/1

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Ampen, den 09.05.2009

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

zuerst meinen allerherzlichsten Dank allen Spendern, die dafür gesorgt haben, dass unser "Hirseprojekt" weiter geführt werden konnte. Seit Erscheinen des letzten Rundbriefes im November 2008 gingen bis Ende 2008 so viele Spenden ein, dass für das gesamte Jahr 2009 die Versorgung der Kinder mir der Hirsemahlzeit gesichert ist.

Die 40 neu gekauften Ziegen haben auch alle schon geworfen - mehrere "Zwillinge", dadurch haben wir schon fast die Hälfte des geplanten  Ziegenbestandes von 600 Ziegen erreicht. Die starken Ziegenböcke werden zur Weiterzucht aussortiert. Die anderen Böcke können nach 6 - 12 Monaten im Gemeinschaftsverbund von fünf Familien geschlachtet und verzehrt werden, da der Verkauf einer Ziege nur einen minimalen Erlös bringen würde.

 Soviel zum aktuellen Stand.

Neue Erkenntnisse gibt es über den "Solar-ULOG Boxkocher". Um diese Erkenntnisse zu bekommen fuhr mich Jürgen R. zunächst nach Freilassing, anschließend nach Winnenden, Gutach und Freiburg.

In Freiburg trafen wir Rolf Behringer, der uns die neueste Holzkiste vorstellte. Als Isoliermaterial sollte in Afrika  Baumwolle eingesetzt werden. Die Herdmulde, die wir aus Blech hergestellt hatten, brachte nicht den gewünschten Erfolg, deshalb der Tipp aus Freiburg: Aluminium-Offset-Druckplatten einzusetzten. Freundlicherweise hat uns der Soester Anzeiger die Zusage gemacht, uns diese zur Verfügung zu stellen.

Als Dichtungsmaterial wird unter dem Deckelrand Filz angebracht, verschlossen wird die Kiste zur kompletten Abdichtung mit entsprechenden Kistenverschlüssen. Bei meinem Besuchen im Schwarzwald konnte ich mich davon  überzeugen, dass dieses Prinzip funktioniert. Bei einer  Außentemperatur von 20 Grad wurden innerhalb von 2 Stunden Kartoffeln, Brechbohnen, Erbsen und Möhren und Pannas gegart in 4 dazu passenden schwarzen Töpfen mit Deckel. Die Innentemperatur betrug 170 Grad und 180 Grad. Auch die Erkenntnis, mit diesem Kocher Marmeladen,  Tomaten und Säfte einkochen zu können, war für mich neu und erfreut mich ganz besonders. Um alle Familien mit dem Kocher ausstatten zu können, beginnen wir in diesen Jahr mit der Serienproduktion. Während meines diesjährigen  Aufenthaltes in Tansania von Juni - August  werde ich  meine neuen Erfahrungen und Erkenntnisse einbringen können. 

In Winnenden trafen wir Herrn Dr Hirt zu Hause an. Er setzt sich besonders stark für den Wiederanbau einheimischen Naturkräutern ein. Von ihm erhielt ich sehr viele einfache Anregungen und Tipps. z.B.: Die in unserem Garten Eden eingesetzten Bienenvölker haben ihre Bienenstöcke verlassen. In unserer Region halten wir die Bienenvölker mit Zucker in ihren Bienenstöcken, in Afrika reicht es, die Bienen mit Wasser zu versorgen, was ich nicht wusste.

Vom ortsansässigen Neem-Baum können einfache Stecklinge gemacht werden. Zur Vermehrung wird einfach ein Zweig in die Erde gesteckt, der wurzelt und sehr schnell wächst. Aus den Samen werden wir Öl produzieren, mit dem Hautkrankheiten behandelt werden können. Das erübrigt den Kauf der Neem-Seife. Für den Anbau des Spinat-Eiweiß-Baumes gab Dr. Hirt  mir entsprechenden Samen mit.

In Freilassing hatte ich die Möglichkeit, die Solarlampen mit Radio kennen zu lernen. Die Module werden auch ohne Sonne aufgeladen und haben dann eine Brenndauer von 8 Stunden. 50 Familien werden in diesem Jahr in den Genuss kommen,  mit einer Solarlampe mit Radio ihr Haus erstmalig zu erleuchten.  Die monatliche  Abzahlung beträgt für zwei Jahre 2,50 Euro.

 

Wer hilft mit, diese Projekte ans Laufen zu bringen?

Im Freilichtmuseum in Guttach trafen wir auf Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr, die mit Säge, Beil und Hobel die alten Techniken zur Erstellung von Bauernhäusern erlernten. Anhand der von mir erstellten Fotos werde ich diese Arbeitstechniken den Tischlern in Tansania zeigen, damit ihnen bewusst wird, dass auch in Europa  die Lehrlinge noch in Handarbeit ausgebildet werden.

 

In diesem Jahr werde ich auf meiner Reise wieder von einem Filmteam begleitet. Ergebnisse können Sie nach meiner Rückkehr auf meiner Hompage nachsehen, sie lautet: www.tansania-kagera.org.

Soviel zu meiner Vorbereitung auf meine diesjährige "Afrika-Reise".

 

Soviel für heute.

Der Info-Brief nach meiner Rückreise wird sicher wieder spannend.

Ich danke Ihnen an dieser Stelle für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen alles Gute.

 

Mit dankbaren und freundlichen Grüßen

Erika Bhanji

 

 

Spendenkonto: Sparkasse Soest, Konto: 50556729 - BLZ: 414 500 75

 

 

 

Schulen

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Die ersten Geschenke ihres Lebens erhielten die Kinder in Tansania im Jahre 2001, denn im ersten Container befanden sich auch etwa 30 Säcke gefüllt mit Kuscheltieren.

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Afrika Tagebuch 1967

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Bethel- Mission                                                                                                                                       

Bethel, den 2. März 1967  Bu/Ge

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Afrika Tagebuch 1965

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Lukajange, 19.09.1965 

Liebe Freunde, liebe Verwandte!

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Afrika Tagebuch 1969

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Usambara, den 12.Februar1969

 

Liebe Freunde, liebe Verwandte!

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Aktuell

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Ampen, am 02.06.09

 

 

Liebe Freunde,

kurz vor meiner diesjährigen Reise nach Tansania möchte ich Ihnen noch einen aktuellen Bericht über die derzeitige Situation geben:

Mitte Mai kam endlich der in Freiburg bestellte Solarofen bei mir in Ampen an. Natürlich baute ich ihn sofort zusammen, wartete auf einen Tag mit klarem, blauen Himmel und setzte ihn in meinem Garten ein.

 

Ich kochte: 

  • Reis und Maisbrei,
  • Bohnensuppe mit Kartoffeln
  • und buk einen Hefezopf und ein Körnerbrot.

Bei einer Temperatur von 130°-140° gelangen alle Gerichte, waren nach 2 – 3 Stunden gar und schmeckten vorzüglich.

Da es zurzeit viele Erdbeeren gibt, kochte ich auch Erdbeermarmelade. Ich vermischte 1 kg Erdbeeren mit 500 g Zucker, pürierte die Masse und füllte sie in Gläser ab. Wichtig war, ein Glas immer nur ¾ zu füllen. Die zugeschraubten Gläser stellte ich in den Solarofen, der sich innerhalb von 30 Minuten auf 100° vorgeheizt hatte. Nach 45 Minuten war die Marmelade fertig, die Gläser waren randvoll. Nachdem sie abgekühlt waren, konnte ich am nächsten Tag die köstliche Erdbeermarmelade, die eine feste Konsistenz hat, probieren.

 

Da mir das Kochen so viel Freude gemacht hatte, bestellte ich sofort eine weitere Solarbox. Ich möchte nach meiner Rückkehr aus Tansania in meinem Garten Kochkurse anbieten. Interessierte können sich bei mir melden. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Sie sehen, so ein Solarofen ist also nicht nur „tropentauglich“, sondern kann auch in Mitteleuropa eingesetzt werden.

Wer Interesse an einer solchen Solarbox hat, kann sich

entweder im Internet  unter www.solarfood.de  oder bei

ULOG- Freiburg

Rolf Behringer

Haierweg 27

79114 Freiburg   informieren.

 

Um einen solchen Ofen zu bauen braucht man neben Holz, Baum- oder Schafwolle und Glas unbedingt 4 Platten Aluminium. Ich bin sehr dankbar, dass der Soester Anzeiger eine große Menge Offset-Druckplatten (wahrscheinlich reicht die Menge für den Bau von 200 bis 300 Solarboxen) gestiftet hat. Das ist nicht nur für uns in Tansania eine riesige finanzielle Entlastung, es erleichtert auch die Arbeit des Handwerkers. Er muss nun kein Blech falten, sondern kann mit der Schere die Aluminiumplatten mühelos zuschneiden. Anschließend werden diese mit schwarzer Farbe- wir nehmen die ungiftige schwarze Wandtafelfarbe- bestrichen.

Danke dem Soester Anzeiger!

Inzwischen sind Ofen und Aluminiumplatten zusammen mit Ersatzteilen und dem erforderlichen Handwerkszeug gepackt worden und werden am 3. Juni nach Uganda geflogen.

Wir fliegen am 10. Juni bis Uganda und nehmen das vorausgeschickte Gepäck im Bus mit nach Tansania.

 

Heute, am 2. Juni kam nach langem Hin und Her endlich die Nachricht, dass auch die bestellten 50 Solarlampen und 50 Solarradios verpackt sind und von Freilassing über München am 3. Juni ebenfalls nach Uganda geflogen werden. Leider wurden die Solarlampen und Radios aber erheblich teurer als uns zugesagt wurde, so dass ich über 4000,00€ - ohne die erforderlichen Transportkosten- zu zahlen habe.

Auch dieses Mal wird nichts in Tansania verschenkt:

Die Solaröfen bauen die Männer selbst. Sie benutzen dazu eigenes Holz, das Aluminium wird gespendet und das Glas wird vor Ort gekauft.

Jeder, der eine Solarlampe erwerben möchte, muss 2,00€ pro Monat bezahlen und kann so seinen „Kredit“ langsam abzahlen.

 

Kurz vor meinem Abflug möchte ich auf diesem Weg noch einen herzlichen Dank an alle aussprechen, die mitgeholfen haben, diese Projekte zu verwirklichen.

 

Herzliche Grüße

Ihre Erika Bhanji

 

 

Artemisiatee

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2002 erfuhr ich von dem Vorhaben des Herrn Doktor Hirt, verstärkt auf die Naturmedizin zu setzen. Er setzte sich sowohl für die Anlage eines Garten Eden als auch für den Anbau von Artemisia ein. Darüber sprach ich mit meinen Freunden in Ntoma.

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Afrika Tagebuch 1968

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Box 98 Bukoba, Kashasha

Tansania

August 1968

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Afrika Tagebuch 1966

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Lukajange, im Mai 1966

Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte!

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Afrika Tagebuch 1964

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Ntoma, den 05.Juli 1964

Ihr Lieben!

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Afrika Tagebuch 1975

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 Herbst 1975

Zur politischen Lage in Tansania

In der tansanischen Zeitung „Daily News“ waren im Frühjahr diese Jahres folgende Sätze zu lesen: „Niemand in Tansania kann behaupten, der Himmel ernähre ihn, wenn er nur lange genug gebetet habe.

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